Krisenzentrum Dortmund

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Konzept



Jeder Mensch ist in seiner Lebensgeschichte mit Ereignissen und Problemen konfrontiert, die sich zu massiven Krisen ausweiten können. Krisenzeiten bieten Chancen zur Per-sönlichkeitsentfaltung und Veränderung, aber sie können Menschen auch hilflos, resignativ oder sogar suizidal werden lassen. Betroffene nennen vielfältige Symptome: Gefühle der Verzweiflung, Ratlosigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Überlastung, Ängste, Antriebslosigkeit, Depressionen, Suizidgedanken oder -handlungen, psychosomatische Beschwerden, post-traumatische Symptome, Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch, präpsychotische Symptome.
 
Das Krisenzentrum Dortmund ist eine Beratungsstelle für Menschen in suizidalen und/oder psychosozialen Krisen, die Unterstützung und Hilfe suchen. Betroffene können sich selbst an das Krisenzentrum wenden oder werden über andere Stellen bzw. Institutionen (z.B. Hausärzte, Polizei, andere Beratungsstellen) an das Krisenzentrum verwiesen. Darüber hinaus besteht für Dortmunder Allgemeinkrankenhäuser die Möglichkeit zur schnellen Überweisung von Patienten, die dort nach einem Suizidversuch aufgenommen wurden bzw. bei denen eine somatische Erkrankung im Zusammenhang mit einer psychosozialen Krise steht.
 
Das kostenfreie Angebot umfasst Krisenintervention in Form von Gesprächen. Um ausreichend Zeit für ein Gespräch zur Verfügung stellen zu können, arbeiten wir nach Termin. Ein erstes Gespräch kann innerhalb von drei Werktagen nach telefonischer Anmeldung vereinbart werden. Sofern eine Terminabsprache in dieser Zeit nicht möglich ist, besteht alternativ die Möglichkeit, mittwochs in der Zeit von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr ohne Termin in die Beratungsstelle zu kommen.
 
Das erste Gespräch dient dazu, die Umstände, die zur Anmeldung geführt haben, die aktuellen Schwierigkeiten sowie die Wünsche und Ziele der Ratsuchenden näher zu betrachten. Auf dieser Basis werden Ziele für die Beratung sowie Möglichkeiten zur Veränderung und zur Bewältigung der Krisensituation erarbeitet. Als integrativer Arbeits-ansatz haben sich dabei lösungsorientierte, systemische und verhaltenstherapeutische Konzepte bewährt.
 
In manchen Fällen ist ein einmaliges Gespräch ausreichend, in anderen werden im Rahmen der Krisenintervention bis zu vier weitere Gespräche angeboten. Im Bedarfsfall wird über die Möglichkeiten alternativer oder weiterführender Hilfsangebote wie Selbsthilfegruppen, spezifische Beratungsstellen, ambulante Psychotherapie, teil- und vollstationäre Therapie-maßnahmen informiert.
 
Alle Mitarbeiter unterliegen den gesetzlichen Bestimmungen zur Schweigepflicht.


 


 



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